Modern
Neben dem barocken, klassischen und romantischen Repertoire ist die Epoche der Moderne ganz besonders hervorzuheben. Ich sehe darin neben dem ebenfalls großartigen traditionellen Opern- und Konzertrepertoire eine ganz zentrale Aufgabe und Freude im Sängeralltag.
Der Reichtum an Stilen innerhalb unserer eigenen Epoche ist schier unbegrenzt, egal ob Arnold Schönberg, Benjamin Britten, John Adams, Philip Glass oder die ganz Neue Musik meiner eigenen Generation.
Gerade die zeitgenössische Musik fordert den Sänger ganz besonders und eröffnet ihm eine immense Variabilität in Stimme und Ausdruck. Außerdem bietet die zeitgenössische Musik die Chance des Mitkreierens. Ich darf bereits dankbar auf eine spannende Arbeit mit großen Dirigenten-Komponisten unserer Zeit wie etwa Pierre Boulez oder Peter Eötvös zurückblicken, die mich direkt an diesen spannenden Momenten des Aktuellen teilhaben ließen.
Besonders Uraufführungen, die Momente des Neuen, des nie Gehörten gehören zu den ganz großen Erlebnissen und inspirieren Interpret wie Publikum gleichermaßen.
Zu den besonderen Momenten in diesem Bereich gehörten in letzter Zeit:
Victor Ullmann:
Titelpartie / DER KAISER VON ATLANTIS, Bayerische Staatsoper München
Peter Eötvös:
ATLANTIS (auf Einladung des Komponisten), u.a. beim Lucerne Festival
Eric Hojsgaard:
Titelpartie / DON JUAN KOMMT AUS DEM KRIEG, Uraufführung, Klangbogen Festival Wien
Philip Glass:
SYMPHONY No V (in Anwesenheit des Komponisten), Dennis Russell Davies, Gewandhaus Leipzig
Arnold Schönberg:
SERENADE op. 24, Pierre Boulez, Ensemble Intercontemporain Paris
John Adams:
Captian / THE DEATH OF KLINGHOFFER, Opernhaus Wuppertal
Paul Hindemith:
REQUIEM, "When Lilacs Last in the Dooryard Bloomed", Dennis Russell Davies, Mozarteum Orchester Salzburg